Bienen brauchen unsere Hilfe

Oftmals ist es um das Nahrungsangebot der Bienen schlecht bestellt. Von Natur aus ist das Blütenangebot im Frühling, während der Obst-, Löwenzahn- und Rapsblüte noch reichlich, doch vor allem im Spätsommer fehlt es. Hier kann eine gezielte, bienenfreundliche Pflanzenauswahl für Garten und Balkon den Bienen wichtige Lebensräume erschließen. Platz für eine Nektar- und Pollenquelle ist im kleinsten Balkonkasten.  

Im Gegensatz zur Honigbienen sind Wildbienenarten an Lebensräume gebunden, die es in unserem direkten Wohnumfeld selten gibt oder nicht ohne weiteres herzurichten sind. Solitär (allein) lebende Wildbienen brauchen die richtigen Futterquellen in der Nähe (im Umkreis von 70 bis 500 Meter) von geeigneten Nistmöglichkeiten, Honigbienen hingegen fliegen bis zu 7 km weit. Auch sind etwa 30 % der Wildbienenarten auf wenige Pflanzenarten spezialisiert und leben mit ihnen in einer Symbiose. Im Gegensatz zur Honigbiene ist ihre Auswahl daher geringer.

Was Wildbienen hilft:

  • Eine Erhöhung des Blütenangebots in der Landschaft in ausreichender Quantität und Qualität über das Sommerhalbjahr, z. B. durch mehrjährige Blühstreifen.

  • Schaffung zusätzlicher Nistplätze durch Totholz, Steinmauern, Sand- und Lehmflächen oder auch Insektenhotels. Wildbienen kommen aber nur, wenn das Nahrungsangebot in der Nähe stimmt. Tipps der Gartenakademie Rheinland-Pfalz: Wildbienen Nisthilfen, Förderung von Nützlingen: Insektenhotel und Nisthilfen, Wildbienenansiedelung
Bienen und Wildbienen in Rheinland-Pfalz