Was kann ich tun?

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Beim Einkauf können Sie einiges beachten:

  • Erkundigen Sie sich im Geschäft oder im Internet nach Bio-Labeln und ihren Kriterien. Die Label der Anbauverbände wie Bioland, Demeter, Naturland, ECOVIN, Biokreis u.a. haben in vielen Bereichen strengere Vorgaben als die EU-Verordnung. In der Regel müssen die Höfe ausschließlich ökologisch bewirtschaften. Die Anforderungen an die Tierhaltung sind zudem höher.
  • Es ist gesetzlich geregelt, wann ein Produkt als „biologisch“, „ökologisch“, „öko“ und „bio“ gekennzeichnet werden darf. Die EU-Verordnung enthält Mindeststandards für Anbau und Verarbeitung, z. B. zum Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel und zur tiergerechten Haltung mit Auslaufmöglichkeiten. Vorverpackte Bio-Lebensmittel tragen das EU-Bio-Siegel, den dazugehörigen Kontrollstellencode und eine allgemeine Herkunftsangabe der Zutaten. Zusätzlich dürfen sie das deutsche sechseckige Bio-Siegel abbilden.
  • Wem eine tiergerechte Haltung wichtig ist, sollte den Fleischkonsum maßvoll gestalten, so empfiehlt die Deutsche Geselleschaft für Ernährung einen Konsum von 300–600 Gramm in der Woche und statt auf Menge auf Qualität zusetzen, wie es z. B. Bio-Fleisch bietet. Achten Sie auf die Kennzeichnung und fragen Sie Ihren Metzger. Empfehlenswert ist auch Fleisch aus regionaler artgerechter Erzeugung und Wildfleisch aus heimischen Wäldern. Das Label des Deutschen Tierschutzbundes ist ebenfalls ein Hinweis für eine tiergerechte Erzeugung.

 

Weitere Informationen:

Gewusst wo: Der Bioeinkaufsführer Rheinland-Pfalz

Eine bestehende beispielhafte Initiative aus Rheinland-Pfalz ist die „Bio Rind & Fleisch GmbH RLP“, die
allerdings nur an Fleischverarbeiter verkauft. Diese Erzeugergemeinschaft handelt ökologisch erzeugte Schlachttiere und Tierhälften aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Welche Kennzeichnungsregelungen gibt es generell für Lebensmittel? Die Seite Lebensmittel-Kennzeichnung des Bundesministeriums für Ernährung un Landwirtschaft hat alle verpflichtende und freiwillligen Kennzeichnungen zusammengefasst.

 

Weitere "Umweltschutz im Alltag"-Flyer:

Gesund essen - auch zwischendurch (Februar 2018)

Lebensmittel - zu schade für die Tonne (November 2017)

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