Was genau bedeutet FSC?

Das weltweit anerkannte, unabhängige FSC-Siegel steht für eine nachhaltige, sozial- und umweltverträg­liche Forstwirtschaft und Holzgewinnung. Dies galt jedoch bisher nicht für Weihnachtsbaum­kulturen auf Waldflächen. Zudem ist der Weihnachts­baum-Markt sehr unübersichtlich, was Herkunft oder ökologische Standards angeht. Deshalb startete das Umweltministerium 2014 die Initiative für ökologisch produzierte Weihnachtsbäume im Wald.

Landesforsten Rheinland-Pfalz hat innerhalb der letzten drei Jahre die Entwicklung des eigens für Weihnachtsbaumkulturen im Wald erarbeiteten FSC-Standards unter aktiver Beteiligung zahlreicher Um­weltverbände vorangetrieben.

Der nur in Verbindung mit dem FSC-Waldstandard anwendbare Weihnachtsbaumstandard regelt die Anlage und Pflege von Weihnachtsbaumkulturen auf Waldflächen. Der Einsatz von Pestiziden zur Unkraut-und Schädlingsbekämpfung wie auch die Verwendung von Mineraldüngern ist in zertifizierten Kulturen nicht zulässig. Bestehende Weihnachtsbaumkulturen werden labortechnischen Nadelanalysen unterzogen, um den Pestizideinsatz auszuschließen. Erst wenn die Laborergebnisse dies bestätigen, kann eine Weih­nachtsbaumkultur zertifiziert werden.

Ein unabhängiges Zertifizierungssystem wie das FSC-Label bescheinigt dem Verbraucher, dass der Weihnachtsbaum ohne Mineraldünger und ohne den Einsatz chemischer Unkraut- und Insektenbe­kämpfungsmittel gewachsen ist. Er kann mit ruhigem Gewissen gekauft werden und im Weihnachtszimmer seinen Platz finden.

Weitere Informationen zum FSC-Siegel:

www.fsc-deutschland.de

Wie nachhaltig ist Holz mit FSC-Siegel? (NDR Bericht)