Ohne Chemie und ohne Insektenfänger

  • Auf Pflanzenschutzmittel sollte sowohl in Ziergärten als auch in Gemüsegärten möglichst verzichtet werden; stattdessen sollten die biologischen Selbstregulierungskräfte verstärkt werden, indem für spezielle Tierarten die Lebensbedingungen im Garten sogar verstärkt werden. Dazu gehören z. B. Nistkästen für Vögel, Brutstellen für Ohrwürmer, Insektenkästen oder Reisighaufen für Igel.
  • Statt chemischen Mitteln erfreuen sich sogenannte „alternativen, biologischen oder nichtchemischen“ Bekämpfungsmitteln im Gartenbereich einer großen Beliebtheit. So wirkt z. B. Brennnesseljauche oder Schmierseife gegen Blattläuse. Diese Mittel sind bienenungefährlich und nützlingsschonend. Bienenungefährliche Mittel sind mit B4 gekennzeichnet (Weitere Informationen zur Kennzeichnung).

Man kann Brennnesselpulver fertig kaufen oder aus Brennnesseln eine Jauche oder Kaltwasserauszug selbst herstellen (1 kg grüne Pflanzen auf 10 l Wasser, 12-48 Stunden ziehen lassen oder mehrere Tage vergären lassen, dann 1: 10, 1:20 oder 1:30 verdünnen).

  • Die Anwendung von „Insektenlampen“, die Insekten anlocken und töten, ist im Freien gesetzlich verboten, da sie zahlreiche Nützlinge und gefährdete Insektenarten schädigen.
  • Vermeiden Sie unnötiges Licht in Ihrem Garten. Nachtaktive Insekten werden aus ihrem Ökosystem gelockt und sterben millionenfach an den Lampen. Insektenfreundlicher sind LED mit geringen Blauanteilen und warmweißem Licht. Die Farbtemperatur steht auf der Verpackung und sollte nicht über 3.000 Kelvin liegen.

Weitere Informationen:

Pflanzengesundheit - Gartenakademie Rheinland-Pfalz

Pflanzenschutzmittel - Umweltbundesamt

Schutz der Nacht - Lichtverschmutzung, Biodiversität und Nachtlandschaft - (PDF) Bundesamt für Naturschutz