Wildkräuter = Unkräuter?

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Bevor Sie im eigenen Garten gegen unerwünschte Pflanzen bzw. „Unkräuter“ vorgehen, bedenken Sie immer: Wildkräuter bilden eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und anderen Insekten. Verschwinden diese Bestäuber, dann verschwindet auch die Grundlage unseres eigenen Lebens und Wirtschaftens. Rund 80 % der blühenden Kulturpflanzen sind auf Insekten-Bestäubung angewiesen. Ein Garten mit Wildkräutern, wie etwa Löwenzahn und Gänseblümchen, lockt Insekten an, erfreut das Auge und liefert Zutaten für die Küche.
Das Land fördert mit der „Aktion Grün“, dem Aktionsprogramm für Arten- und Naturschutz, vielfältige Projekte in Kommunen und Betrieben, wie u. a. das Anlegen von Blühstreifen. Mehr Infos unter www.aktion-gruen.de .
Zum Problem werden Wildkräuter nur, wenn sie in großer Zahl auftreten und dadurch die Kulturpflanzen in ihrer Entwicklung behindern. Wer gegen „Unkräuter“ umweltfreundlich vorgehen will, kann jäten, um sie zu entfernen oder das Wachstum unterdrücken, z. B. durch Mulchen, Gründüngung oder Dichtpflanzungen.

  • Rasen: Einer zu starken Verkrautung können Sie entgegenwirken, wenn Sie häufig mähen und das Schnittgut auf dem Rasen belassen. Er wird dadurch gedüngt und die Grasnarbe wird dicht.
  • Die fachgerechte Kompostierung von Gartenabfällen verhindert eine Verbreitung von „Unkräutern“.
  • Gepflasterte Flächen: Eine Aussaat von speziellen Fugensaatmischungen (niedrigwachsende, trittfeste Kräuter- und Grasmischungen) bietet eine ökologisch und optisch schöne Dauerbegrünung.

Weitere Informationen:

Unkraut im Garten: Vorbeugen – tolerieren – entfernen (Umweltbundesamt)

Vom Umgang mit "Unkraut" (BUND Bayern)

Kräutervielfalt (Ernährungsberatung RLP)

Welches Würzkraut für welches Gericht? (Gartenakademie RLP)

Umweltbundesamt - Nützlinge im Garten