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Pressemitteilungen

Hier finden Sie die letzten Presse-Ankündigungen der Umwelttipps durch das Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten.

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Oktober 2017 - Lichtverschmutzung

Höfken: Mit energieeffizienter LED-Beleuchtung ein Zeichen gegen Lichtverschmutzung setzen

„Elektrisches Licht steht für Leben und Fortschritt. Es ist aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Die Schattenseite: Lichtverschmutzung. Denn gerade nachts wird oftmals zu viel und unnötiges Licht produziert. Mögliche Folgen: Der Tag-Nacht-Rhythmus des Menschen kann sich verschieben, Pflanzen werden in ihrem Wachstumszyklus beeinflusst und an unseren Straßenlaternen enden pro Nacht etwa 1 Milliarde Insekten“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken anlässlich der Veröffentlichung des Umwelttipps zum Thema Lichtverschmutzung.

Leuchten für den Klimaschutz

Ob Kommunen, Unternehmen oder Privatleute: Jeder könne etwas gegen „überflüssiges“ Licht tun und so ein Zeichen gegen Lichtverschmutzung setzen, erklärte Höfken. So leuchten LED-Lampen zum Beispiel zielgerichteter, sparsamer und effizienter als Kugel- oder Bodenleuchten, die nicht benötigtes Licht großflächig abstrahlen. „Ein weiterer Vorteil von LED-Lampen: Sie ziehen bis zu 83 Prozent weniger Insekten an und leisten somit einen Beitrag zum Artenschutz“, so die Umweltministerin. Nicht zuletzt daher unterstütze das Umweltministerium mit dem Programm „Leuchten für den Klimaschutz“ die Umstellung der kommunalen Straßenbeleuchtung auf effiziente LED-Lampen.

Natürliche Dunkelheit bringt Sterne zum Leuchten

In Deutschland gibt es nur noch wenige Gebiete, die Sterne erstrahlen lassen. In großen Städten sucht man die Milchstraße hingegen oftmals vergeblich. Sogenannte Sternenparks schützen daher geeignete Gebiete vor Lichtverschmutzung und zeichnen diese gleichzeitig aus. „Mit umweltverträglicher und bedarfsorientierter Beleuchtung wird in diesen Regionen die natürliche Landschaft erhalten und der nächtliche Lebensraum geschützt. Sternenparks dienen so als Rückzugsräume für die Natur und für die Menschen“, führte die Ministerin an. Außerdem liefere ein Sternenpark auch neue Impulse für den Tourismus, die Umweltbildung und den Naturschutz. Das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen gehöre zu den Gebieten, in denen noch natürliche Dunkelheit besteht. Zu diesem Ergebnis kam eine Studierendengruppe der Technischen Universität Kaiserslautern. Die Universität bemüht sich daher zusammen mit dem Bezirksverband – Träger des Biosphärenreservates – den Kommunen und Landesforsten um die Anerkennung der Region als „Dark Sky Park“.

Mehr Informationen über Sternenparks sowie Tipps für eine umweltfreundliche Beleuchtung enthält der aktuelle Flyer „Lichtverschmutzung“ aus der Reihe „Umweltschutz im Alltag“. Der Flyer und weitere Informationen sind abrufbar unter www.umweltschutz-im-alltag.rlp.de

September 2017 - Elektromobilität

Höfken: In Zukunft müssen wir zum Schutz der Umwelt und Gesundheit schadstofffrei fahren

„Die Diskussion um den Diesel und die Luftverschmutzung in Städten zeigt: Wir müssen in Zukunft emissionsfrei fahren – zum Schutz der Umwelt und der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken. Jedes Jahr setze der Verkehr in Rheinland-Pfalz etwa 25 Prozent der CO2-Emissionen frei – hinzukommen Stickoxide und Feinstäube. Laut dem Max-Plank-Institut für Chemie starben im Jahr 2015 in Deutschland etwa 7.000 Menschen durch Verkehrsabgase – doppelt so viele wie bei Verkehrsunfällen in 2014.

„Wir brauchen daher eine Verkehrswende und müssen alternative Antriebe in den Fokus rücken“, erklärte Höfken. Dazu gehören Maßnahmen, die den Nahverkehr in Stadt und Region oder eine fahrrad- und fußgängerfreundliche Stadtgestaltung fördern. Ebenso eröffnen moderne Antriebstechnologien, wie zum Beispiel Elektrofahrzeuge, neue Chancen für eine klimafreundliche Zukunft. „Mit unserem aktuellen Flyer ,Elektromobilität‘ aus der Reihe ,Umweltschutz im Alltag‘ zeigen wir die zahlreichen Fördermöglichkeiten und Vorteile im Hinblick auf die Luftreinhaltung und den Klimaschutz auf, die Elektrofahrzeuge mit sich bringen“, führte die Ministerin an.

In Rheinland-Pfalz gibt es derzeit rund 300 öffentlich zugänglichen Ladepunkten und mittlerweile mehr als 1.500 rein batterie-elektrische und etwa 8.000 Hybrid-Fahrzeuge. Die Landesregierung will die Potenziale der Elektromobilität in Rheinland-Pfalz weiter nutzen und hat dieses Ziel in ihrem Koalitionsvertrag festgeschrieben. Denn die Vorteile elektrischer Antriebe gegenüber konventionellen Verbrennungsmotoren sind erheblich: So ist ihre CO2-Bilanz schon beim jetzigen Energiemix gut und verbessert sich mit steigendem Anteil der Energie aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse. Ein weiteres großes Plus ist die deutlich bessere Energieausnutzung. Der maximale Wirkungsgrad von Ottomotoren liegt zwischen 35 und 45 Prozent, der von Elektromotoren dagegen bei 90 bis 95 Prozent.

„Die vom Land laufenden und geplanten Aktivitäten werden dazu beitragen, die Funktionalität und Zukunftschancen von alternativen Antrieben zu verbessern und mehr Fahrzeughalter zum Umstieg auf schadstoffarme bzw. schadstofffreie Antriebe zu motivieren“, sagte Höfken. Interessierte Kommunen, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger können durch die „Lotsenstelle für alternative Antriebe“ der Energieagentur Rheinland-Pfalz Information und Beratung erhalten.

Das Verbraucherschutz- und Umweltministerium laden am 18. September außerdem Bürgerinnen und Bürger zur Informationsveranstaltung „Diesel-Debatte – Luftreinhaltung und Verbraucherrechte“ in Mainz ein. Auf dem Programm stehen die Entwicklungen der Diesel-Debatte im Hinblick auf die Verbraucherrechte sowie die Luftqualität in Städten. Weitere Informationen zu den Vortragsthemen und Referenten sind im angehängten Programm-Flyer abrufbar.

Der aktuelle Umwelttipp „Elektromobilität“ weist auf viele Aspekte rund um das Thema hin. Der Flyer sowie weitere Informationen sind abrufbar unter www.umweltschutz-im-alltag.rlp.de

Über die wichtigsten Fragen und Antworten zur Elektromobilität und Umwelt informiert ein weiterer Flyer des Umweltministeriums: mueef.rlp.de/fileadmin/mulewf/Themen/Energie_und_Strahlenschutz/Flyer_FAQ_Elektromobilitaet_31.08.2017_5.pdf

August 2017 - Bienen schützen!

Umwelttipp im August: Bienen schützen

80 Prozent der einheimischen Blütenpflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten, wie Bienen, angewiesen. Aktuelle Studien belegen: Bienen leisten für den Menschen weltweit kostenlose wirtschaftliche Leistungen im Wert von rund 60 Milliarden Dollar. „Das ist eine enorme Leistung der zahlreichen Wildbienenarten und ein Grund unter vielen, warum Bienen geschützt werden müssen – auch zur Sicherung unserer Lebensgrundlage“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken heute in Mainz. In Deutschland gibt es rund 560 Bienenarten. Eine davon ist die bekannte Honigbiene. Die vielen anderen Wildbienen, wie etwa zahlreiche Hummelarten, sind häufig eher unbekannt. „Bienen sind heute in zunehmendem Maße gefährdet: Umweltgifte, die Industrialisierung der Landwirtschaft, fehlende Rückzugsorte in unserer zerschnittenen Landschaft oder eingeschleppt Schädlinge bedrohen viele Wildbienenarten“, so Höfken.

Bereits kleine Maßnahmen können dabei unterstützen, das Bienensterben zu stoppen. Mit der richtigen Pflanzenauswahl ist zum Beispiel auch auf dem Balkon genug Platz für bienenfreundliche Nahrung. Die Auswahl an heimischen Pflanzen, wie etwa Sonnenblumen, Glockenblumen oder Salbei, ist groß. In dicht besiedelten Regionen kann auch durch „Urban Gardening“ oder dem Anlegen von Blühstreifen eine wichtige Nahrungsgrundlage für Bienen geschaffen werden. Über den Programmteil „Rheinland-Pfalz blüht“ der Aktion Grün fördert das Umweltministerium zum Beispiel die artenreiche Bepflanzung von öffentlichen Grünflächen. Erste Aussaattermine, wie in einem Weinberg bei Ingelheim oder im Mainzer Volkspark, haben in den letzten Wochen gemeinsam mit Verbandsvertretern und weiteren Partnern stattgefunden. Außerdem führt die Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz seit 2013 das Projekt „Aktion Bien“ durch, um Schülerinnen und Schüler unter anderem für die Bedeutung von Bienen für unsere Nahrungsgrundlage zu sensibilisieren. Und auch die Gartenakademie Rheinland-Pfalz gibt bienenfreundliche Gartentipps.

Welche bienenfreundlichen Pflanzen es gibt und was jeder zum Schutz der Bienen beitragen kann, verrät der Umwelttipp „Bienen schützen“ aus der Reihe „Umweltschutz im Alltag“. Der Flyer und weitere Informationen sind abrufbar unter www.umweltschutz-im-alltag.rlp.de

Juli 2017 - Natur hautnah - Campen im Wald

Umwelttipp im Juli: Natur hautnah – Campen im Wald

Zum Beginn der Sommer-Urlaubszeit sind viele Menschen auf der Suche nach spannenden Ausflugszielen vor der eigenen Haustür. Denn es muss nicht immer die kostspielige und weniger umweltfreundliche Fernreise mit dem Flugzeug sein, um außergewöhnliche Abenteuer zu erleben. Warum nicht eine oder mehrere Nächte in der Wildnis der rheinland-pfälzischen Wälder verbringen? „Im Pfälzerwald und im Soonwald wartet ein ganz besonderes Highlight auf die Besucher: In sogenannten Trekkingcamps ist das Zelten dort mitten im Wald erlaubt. Eine gute Möglichkeit, die Natur rund um die Uhr und in unmittelbarer Nähe zu erleben“, sagte Umweltstaatssekretär Thomas Griese heute. Auf den drei Camps im Soonwald und den 13 Camps im Pfälzerwald ist jeder willkommen, der die Natur zu schätzen weiß. Wanderrouten verbinden die Camps miteinander, so dass man problemlos jede Nacht in einem anderen Camp übernachten kann. Frei nach dem Motto: „Hinterlasse nichts außer deinen Fußspuren und nimm nichts mit außer deinen Eindrücken" wurden die Camps naturnah konzipiert. Nur mit sechs Lagerplätzen, einer Feuerstelle – bei Waldbrandgefahr nicht nutzbar – und einer Toilette ausgestattet, bieten sie alles für ein kleines Abenteuer. Die Camps sind nur zu Fuß erreichbar und können bei Voranmeldung gegen eine kleine Gebühr genutzt werden. Sie werden im Soonwald vom Trägerverein Naturpark Soonwald-Nahe betrieben, im Pfälzerwald vom Verein Südliche Weinstraße. Und auch für größere Gruppen gibt es speziell ausgewiesene Plätze im Wald, die über die Forstämter gebucht werden können.

Der Umwelttipp im Juli „Natur hautnah – Campen im Wald“ aus der Reihe „Umweltschutz im Alltag“ möchte Lust auf einen Besuch der Trekkingcamps in der Natur machen. Außerdem gibt der Flyer wertvolle Tipps für die Packliste und enthält Informationen über die Anmeldemodalitäten. Der Flyer und weitere Informationen sind online abrufbar unter www.umweltschutz-im-alltag.rlp.de

Juni 2017 - Entsteint Euch - Für mehr Vielfalt im Garten.

Entsteint Euch – Für mehr Vielfalt im Garten

„Die Hälfte der Brutvogelarten im Land sind gefährdet“, sagte Umweltministerin heute zur Veröffentlichung des Umwelttipps im Juni unter dem Motto „Für mehr Vielfalt im Garten“. Gerade auch Privatgärten böten Vögeln wichtige Nahrungsquellen, Brut- und Unterschlupfmöglichkeiten, so Höfken. Seit Jahren lässt sich in privaten Vorgärten jedoch der „Trend“ zu sogenannten Stein-Gärten – „Beete“ mit Schotter- und Kiesabdeckung – beobachten. „Die Bedeutung der Pflanzen und der Artenvielfalt gehen so weiter zurück. Bienen, Insekten und Vögel finden dort keine Nahrung mehr“, erklärte die Umweltministerin.

Das Gute: Ein bunter Garten bereitet nicht grundsätzlich mehr Aufwand. Mit pflegeleichten Staudenmischungen und heimischen, robusten Pflanzen bleibt die Arbeit überschaubar. „Die Botschaft an alle Gartenliebhaber lautet daher: ,Entsteint Euch‘. Denn Stauden, Sträucher, Bäume, Gemüse-, Obst- und Zierpflanzen schaffen einen Artenreichtum für Menschen und Insekten“, führte die Ministerin an. Hier setzt auch das neue Landesprogramm „Aktion Grün“ an, das mit dem Teilprojekt „Rheinland-Pfalz blüht“ neue Nahrungs- und Bruthabitate für Bienen, Vögel und Schmetterlinge in Kommunen schafft.

Mit welchen einfachen Tricks ein buntes Gartenparadies geschaffen werden kann, verrät der Umwelttipp des Monats Juni „Entsteint Euch! – Für mehr Vielfalt im Garten“ aus der Reihe „Umweltschutz im Alltag“. Der Flyer und weitere Informationen sind im Internet abrufbar unter: www.umweltschutz-im-alltag.rlp.de.

Weitere Informationen zum Landesprogramm „Aktion Grün“ sind abrufbar unter: https://mueef.rlp.de/de/themen/naturschutz/aktion-gruen/

Mai 2017 - Nachhaltig grillen

Umwelttipp im Mai

Umweltfreundlich in die Grillsaison starten

Der Frühling ist da, die Tage werden länger: Mit der warmen Jahreszeit beginnt auch die Grillsaison. Ob im eigenen Garten, auf dem Balkon oder auf der Wiese im Park – gegrilltes Essen wird geschätzt. „Das Grillen macht ein Essen im Freundes- und Familienkreis oftmals zu einem gemeinsamen Erlebnis“, sagte Umwelt- und Ernährungsministerin Ulrike Höfken anlässlich der Veröffentlichung des Umwelttipps im Mai zum Thema „Nachhaltig grillen“. Das Gute: Grillen ist eine der kalorien- und fettärmsten Garmethoden. Und schon mit einfachen Tipps lassen sich beim Grillerlebnis Klima und Gesundheit schonen. „Die Auswahl des Grillguts ist zum Beispiel entscheidender für die Umwelt als die Art des Grillens mit Holzkohle, Elektro- oder Gasgrill“, erklärte Höfken. So würden laut einer Studie des TÜV Rheinland nahezu 95 Prozent der anfallenden klimarelevanten Emissionen beim Grillen durch das Grillgut verursacht. Daher gilt auch beim Grillen: Wer mehr frisches Gemüse – möglichst regional und saisonal – auf den Grill legt, tut der Umwelt und der eigenen Gesundheit etwas Gutes.

Generell gilt: Die Schadstoffentwicklung bei Gas- oder Elektrogrills ist geringer als beim Grillen mit Holzkohle. Soll es Grillkohle sein, bestätigt zum Beispiel das Siegel des Forest Stewardship Council (FSC), dass das Produkt nicht aus Tropenholz sondern aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammt. Weitere nachhaltige Grill-Tipps: Zusammenklappbare Mitnehmgrills sowie Teller und Besteck von zuhause bieten umweltfreundliche Alternativen zu Einweggrills und -geschirr.

Mit welchen zusätzlichen Tipps, Umwelt und Gesundheit beim Grillen geschont werden können, verrät der Umwelttipp des Monats Mai „Nachhaltig grillen“ aus der Reihe „Umweltschutz im Alltag“. Der Flyer und weitere Informationen sind im Internet abrufbar unter www.umweltschutz-im-alltag.rlp.de.

April 2017 - Mehr Tierschutz mit dem Einkaufskorb

Themenwoche: Tierschutz mit dem Einkaufskorb

Höfken: Kennzeichnung von tierischen Lebensmitteln ist große Chance für Tierschutz und artgerechte Tierhaltung

79 Prozent der Bevölkerung in Deutschland wünschen sich ein staatliches Tierwohllabel und 88 Prozent der Befragten würden mehr Geld für Lebensmittel ausgeben, wenn diese aus Haltungen mit höheren Tierwohl-Standards stammen, ergab der Ernährungsreport 2017 des Bundes. „Für viele Verbraucher und Verbraucherinnen spielt der Tierschutz beim Einkauf eine wichtige Rolle. Nur fehlt leider die Transparenz, wie viel Tierschutz überhaupt im eingekauften Lebensmittel steckt“, so Ernährungsministerin Ulrike Höfken und Waltraud Fesser, Lebensmittelexpertin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Startschuss der Themenwoche „Tierschutz mit dem Einkaufskorb“ war ein gemeinsamer Aktionsstand des Ernährungsministeriums und der Verbraucherzentrale beim Mainzer Markt. „Mit einer transparenten und verpflichtenden Tierhaltungskennzeichnung auf Eiprodukten und Fleisch kann eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten entstehen. Für unsere Landwirtschaft ist es eine Frage der Wettbewerbsgerechtigkeit. Für unsere Tiere eine große Chance für mehr Tierschutz. Für Verbraucher ist sie eine wichtige Grundlage, sich beim Einkauf für mehr Tierschutz entscheiden zu können“, so Höfken.

Die verpflichtende Kennzeichnung von Frischeiern (0-3) sei ein Paradebeispiel, wie Informationen über die Tierhaltungsform und Herkunft dafür gesorgt haben, dass Frischeier aus tierquälerischer Käfighaltung aus den Regalen des Lebensmitteleinzelhandels verschwunden sind, so Höfken. „Ich setze mich dafür ein, dass diese Kennzeichnung auch für verarbeitete eihaltige Produkte, wie gekochte Ostereier oder Eiernudeln eingeführt wird. Zudem benötigen wir eine Tierhaltungskennzeichnung für Fleisch und Fleischprodukte nach dem Vorbild der Eierkennzeichnung. Diese sollte für die Tierhalter einfach umzusetzen sein und den Verbrauchern eine klare Orientierung geben. „Ich setze mich für eine vertrauenswürdige, transparente, bundesweit einheitliche und verpflichtende Tierhaltungskennzeichnung ein“, erklärte Höfken.

„Solange es keine gesetzlichen Regelungen gibt, sind die Hersteller gefordert, der Verbrauchererwartung nachzukommen und freiwillig zu kennzeichnen, aus welcher Haltung die verwendeten Eier stammen“, so Waltraud Fesser von der Verbraucherzentrale. „Nur so haben Verbraucherinnen und Verbraucher eine tierschutzgerechte Wahl beim Einkauf.“

Mehrere hundert Interessierte informierten sich am Aktionsstand über die bestehenden Kennzeichnungssysteme von Eiprodukten und Frischfleisch. Ernährungsministerin Höfken und Lebensmittel-Experten diskutierten mit den Passanten. „Auch hier am Mainzer Markt bestätigt es sich: Die Menschen in Rheinland-Pfalz möchten mehr Transparenz beim Einkauf von tierischen Lebensmitteln. Dafür werde ich mich auf Bundesebene einsetzen“, so die Ernährungsministerin.

Mit der Themenwoche „Tierschutz mit dem Einkaufskorb“ weist Ernährungsministerin Ulrike Höfken auf die erforderliche Kennzeichnung bei tierischen Lebensmitteln hin. „In dieser Woche diskutieren wir die Möglichkeiten und die Umsetzung guter Kennzeichnungssysteme für Eiprodukte und Fleisch mit Produzenten, Verarbeitern, Handel und Verbrauchern“, so Höfken. Vom 1. bis 6. April 2017 besucht die Ernährungsministerin verschiedene Betriebe, die bereits Erfahrungen mit Kennzeichnungssystemen haben. Dabei sind jeweils ein Nudelhersteller, Bio-Großhändler, Wildfleisch-Anbieter, Bio-Betrieb, Mastschweinehalter und ein Keks-Produzent.

Der Umwelttipp des Monats April „Umweltschutz im Alltag“ befasst sich ebenfalls mit den Tierschutzkennzeichnungen: www.umweltschutz-im-alltag.rlp.de

Weitere Infos zur Themenwoche „Tierschutz mit dem Einkaufskorb“ finden Sie unter: http://s.rlp.de/Tierschutz

März 2017 - Der vogelfreundliche Garten

Umwelttipp im März – Vogelfreundlicher Garten: Vögeln ganzjährig einen Lebensraum schaffen

118 Brutvögel sind in Deutschland laut der aktuellen Roten Liste gefährdet – 29 Arten davon sogar vom Aussterben bedroht. Somit sind rund 45 Prozent aller heimischen Brutvogelarten betroffen, darunter auch der Kiebitz oder der Wiesenpieper. „Vögel sind ein wesentlicher Teil unserer heimischen Natur und Tierwelt. Doch ihr Lebensraum ist vielerorts gefährdet. Nicht immer finden sie in unserer zerschnittenen und dicht besiedelten Landschaft ausreichend Nahrung oder geeignete Brutplätze. Auch die Intensivierung der Landwirtschaft und der Einsatz von Pestiziden können ein Grund dafür sein“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken anlässlich der Veröffentlichung des Umwelttipps im März „Der vogelfreundliche Garten“.

Bei den heimischen Gärten führt der gegenwärtige Trend zum „Stein-Garten“. Der Nachteil: Dieser bietet Vögeln oftmals zu wenige Nahrungsquellen und geringere Brut- sowie Unterschlupfmöglichkeiten. Um den Vögeln ganzjährig einen Lebensraum zu schaffen, kann der eigene Garten abwechslungsreich gestaltet werden: Heimische Obstbäume, zum Beispiel Hecken aus Brombeere, oder Stauden- und Wildkräuterbeete bieten Vögeln Schutz und eine wichtige Nahrungsgrundlage. Alte Bäume oder Nistkästen können außerdem als Nistmöglichkeiten für Höhlenbrüter dienen. Der Vorteil eines vogelfreundlichen Gartens: Die Pflege muss nicht aufwendiger oder kostspieliger sein als bei herkömmlichen Gärten. Im Gegenteil: Nicht jedes „Unkraut“ und Herbstlaub muss vollständig entfernt werden, sondern kann Vögeln im Laufe des Jahres noch Schutz bieten.

Wie ein Garten mit einfachen Mitteln vogelfreundlich gestaltet werden kann, zeigt der aktuelle Umwelttipp des Monats März aus der Reihe „Umweltschutz im Alltag“. Der Flyer enthält unter anderem Informationen über vogelfreundliche Gartenpflanzen oder Tipps zum richtigen Aufstellen von Nistkästen. Der Flyer ist im Internet abrufbar unter www.umweltschutz-im-alltag.rlp.de.

Februar 2017 - Umweltfreundlich renovieren

Umwelttipp im Februar: Umweltfreundlicher Tapetenwechsel mit schadstoffarmen Farben und Lacken

Die deutschen Haushalte mögen es bunt: „Rund 1,5 Millionen Tonnen Lacke und Farben wurden im letzten Jahr in Deutschland verarbeitet“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken anlässlich der Veröffentlichung des Flyers „Umweltfreundlich renovieren“. Einen großen Anteil der Farben und Lacke haben Heimwerker verstrichen. „Wer anstelle eines Frühjahrsputzes an einen Tapetenwechsel denkt, sollte dabei auch den Umweltschutz und die eigene Gesundheit berücksichtigen“, so Höfken. Denn nicht alles was Räume und Möbel farbenfroh erstrahlen lässt, ist schadstofffrei und umweltfreundlich. Zum Beispiel können Farben und Lacke Lösungsmittel und Weichmacher enthalten und Lasuren mit allergieauslösenden Konservierungsstoffen belastet sein.

Das große Angebot kann die Auswahl geeigneter Produkte erschweren. Licht ins Dunkel bringen unter anderem Kennzeichnungen von emissionsarmen und schadstoffarmen Produkten. Das Label „Der Blaue Engel“ bietet beispielsweise eine gute Orientierung: Dieses zeichnet gesundheits- und umweltschonende Materialien auch im Bereich der Bau- und Renovierungsstoffe aus. Auch das „EU Ecolabel“ bietet Hilfestellung bei der Suche nach schadstoffarmen Produkten. Und wer bereits beim Tapezieren Umwelt und Geldbeutel schonen will, kann auf Raufasertapeten mit einem Recyclinganteil von mindestens 80 Prozent zurückgreifen. „Diese sind aus Altpapier hergestellt und umweltfreundlicher im Hinblick auf den Ressourcen-, Wasser- und Energieverbrauch“, sagte die Umweltministerin.

Aber nicht nur bei der Anwendung, sondern auch bei der Entsorgung sind einige Hinweise zu beachten und gesetzliche Vorgaben einzuhalten. Gerade flüssige Reste von Farben, Lacken oder Verdünnern dürfen nicht einfach im Hausmüll oder über die Kanalisation entsorgt werden. Die darin enthaltenen Chemikalien können Gewässer gefährden oder Abflussrohre verstopfen. Deshalb müssen sie bei den kommunalen Schadstoffsammelstellen abgegeben werden.

Der Umwelttipp des Monats Februar „Umweltfreundlich renovieren“ aus der Reihe „Umweltschutz im Alltag“ gibt diese und weitere einfache Tipps zum Thema. Der Flyer ist im Internet abrufbar unter www.umweltschutz-im-alltag.rlp.de.

Januar 2017 - Richtig heizen und Geld sparen

Umwelttipp im Januar: Richtig heizen und Geld sparen

Winterzeit ist Heizungszeit: Bei nass-kaltem Wetter wird zuhause eine schön warme und behagliche Raumtemperatur bevorzugt. Es wird viel geheizt – in einigen Haushalten durch schlecht eingestellte Heizungssysteme zu viel. „Allein in Rheinland-Pfalz entfallen auf Heizung und Warmwassererzeugung im Gebäudebestand rund 40 Prozent des Energieverbrauchs und ein Drittel der CO2-Emissionen“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken anlässlich der Veröffentlichung des Umwelttipps „Richtig heizen und Geld sparen“. Um die Haushaltskasse zu entlasten, lohnt sich ein Blick auf die Heizungsanlage. Dabei sollte nicht nur der Heizkessel unter die Lupe genommen werden. Vielmehr muss das Gesamtsystem betrachtet werden, wie zum Beispiel die Regelung sowie die Thermostatventile an den Heizkörpern.

In Rheinland-Pfalz bieten die Verbraucherzentrale und die Energieagentur verschiedene Beratungsangebote zum Thema an. Zum Beispiel liefert der kostengünstige Heiz-Check der Verbraucherzentrale eine unabhängige Bewertung der Heizanlage und konkrete Empfehlungen, wie sich das System auch ohne große Investitionen optimieren lässt. Die Energieagentur Rheinland-Pfalz zeichnet mit ihrer Honorierung „H.ausgezeichnet“ energiesparende Häuser im ganzen Land aus.

Oftmals helfen schon kleine Änderungen im Heizverhalten: So sollte zum Aufheizen ein Thermostat nicht auf die höchste Stufe eingestellt werden. Besser: gewünschte Temperatur einstellen, zum Beispiel auf 20 °C oder Stufe 3. Wird die Temperatur in einem Raum von 24 °C auf 20 °C gesenkt, können gut 20 Prozent der Heizkosten eingespart werden.

Diese und weitere einfache Tipps enthält der Umwelttipp des Monats „Richtig heizen und Geld sparen“ aus der Reihe „Umweltschutz im Alltag“. Der Flyer mit weiteren Informationen zum Thema ist online abrufbar unter www.umweltschutz-im-alltag.rlp.de.

Dezember 2016 - Online-Shopping

Umwelttipp im Dezember: Online-Shopping - Was hat das Klima davon?

Online-Shopping bedeutet für viele Menschen ein Komfort- und Zeitgewinn – und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Über 50 Millionen Internet-Nutzer in Deutschland kaufen mittlerweile online ein. Das ist nicht verwunderlich – Online-Shopping funktioniert schnell und einfach: Ein paar Klicks im Internet und schon ist die Ware bestellt. Gerade zur Weihnachtszeit haben Internetbestellungen Hochkonjunktur. Die Kehrseite des Online-Shoppings: „Online-Shopping verursacht auch klimaschädliche Treibhausgase. Denn fast die Hälfte aller Bestellungen wird wieder zurückgeschickt“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken anlässlich der Veröffentlichung des Flyers „Online-Shopping – Was hat das Klima davon?“. Außerdem belaste das Verpackungsmaterial sowohl die Ressourcen als auch die Umwelt.

Das Gute: Schon die Umsetzung von einfachen Tipps zum umweltfreundlichen Online-Shopping kann die Klimabelastung verringern. Schuhe sind zum Beispiel ein klassisches Produkt, das vor dem Kauf gerne anprobiert wird. Hier kann der Gang zum Schuhgeschäft Retouren vermeiden. Ebenso sollten Express-Lieferungen möglichst eine Ausnahme bleiben. Denn bei schnellen Lieferservices sind die Lieferfahrzeuge aufgrund der Zeitknappheit oftmals nicht vollständig ausgelastet.

Gerade bei heimischen Produkten kann es jedoch sinnvoll sein, auf den Online-Kauf zu setzen. Ein im Internet erworbenes Walnussöl aus heimischen Nüssen hat im Vergleich zu einem im Supermarkt angebotenem Nussöl aus Kalifornien insgesamt kürzere Wege zurückgelegt. Auch regionale Dachmarken wie Kräuterwind, SooNahe, Ebbes von Hei! oder EIFEL bieten die Gelegenheit zum Kauf regionaler Produkte.

Ein Tipp zur Weihnachtszeit: Der Waldbesitzerverband Rheinland-Pfalz vergibt das Herkunftszeichen „Weihnachtsbäume aus Rheinland-Pfalz“. Unter dem Label werden ausschließlich rheinland-pfälzische Bäume vermarktet, die somit nur kurze Transportwege hinter sich haben. Seit Dezember können Kundinnen und Kunden bei den Forstämtern Kaiserslautern, Trier und Soonwald die ersten Öko-Weihnachtsbäume – zertifiziert nach FSC® – aus heimischen Wäldern erwerben. „Das FSC®-Siegel bestätigt eine umweltfreundliche, sozialförderliche und ökonomisch tragfähige Bewirtschaftung der Wälder“, so Höfken.

November 2016 - Littering

Umwelttipp im November: Müll in der Landschaft vermeiden

An Straßenrändern, im Wald und im Park: An vielen öffentlichen Orten ist weggeworfener Müll anzutreffen. „In Rheinland-Pfalz ist im Jahr 2014 pro Einwohner allein 1,12 kg unzulässig abgelagerter Abfall eingesammelt worden“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken anlässlich der Veröffentlichung des Umwelttipps des Monats zum Thema „Littering“. Der Begriff „Littering“ steht für das achtlose Wegwerfen oder Liegenlassen von Abfällen im öffentlichen Raum.

Rund 2,6 Millionen Euro kostet die Kommunen das Einsammeln und Entsorgen von achtlos entsorgtem Müll jährlich. „Dabei gibt es bereits viele Maßnahmen, um Müll zu vermeiden und somit Umwelt und Natur zu schützen“, so Höfken. Sei es der Mehrwegbecher anstatt des Einwegbechers beim Kaffee trinken oder die Stofftasche anstelle der Plastiktüte beim Einkaufen. Viele Kommunen organisieren außerdem sogenannte „Dreck-Weg-Tage“, an denen sich Bürgerinnen und Bürger in einer gemeinsamen Aktion an der Beseitigung von Müll in ihrer Gemeinde beteiligen können.

Insbesondere „To-go“-Verpackungsabfälle machen über die Hälfte des unzulässig abgelagerten Mülls in Deutschland aus. Bürgerinnen und Bürger verbrauchen bundesweit im Schnitt stündlich 320.000 Einwegbecher. Inzwischen gibt es Initiativen, die diese Becherflut eindämmen wollen. So bieten einige Cafés bei selbst mitgebrachten Mehrwegbechern Getränke für einen geringeren Verkaufspreis an. Die Verringerung von Plastiktüten oder das Vermeiden von überflüssigen Verpackungen sind weitere beispielhafte Maßnahmen, die Ressourcen schonen und die Umwelt schützen. „Denn gerade Plastik benötigt sehr viel Zeit, bis es sich im Laufe von mehreren Hundert Jahren in kleinere Kunststoffteile zersetzt. So braucht eine Plastikflasche schätzungsweise 450 Jahre bis sie abgebaut ist“, sagte die Umweltministerin.

Passend zum Umwelttipp des Monats findet vom 19. bis 27. November 2016 die Europäische Woche der Abfallvermeidung unter dem Motto „Verpackungsabfälle vermeiden!" statt.

Oktober 2016 - Upcycling

Umwelttipp im Oktober: Upcycling – aus Alt wird Neu 

„Upcycling ist ein Trend und die kreative Aufwertung von Abfall. Aus alter Kleidung, ausgedienten Fahrradschläuchen oder leeren Verpackungen entstehen hochwertigere Produkte wie neue Kleidungsstücke, Möbel, Taschen oder Schmuck“, erklärte Umweltministerin Ulrike Höfken heute zum aktuellen Umwelttipp des Monats.

Upcycling spare nicht nur Ressourcen, sondern verringere auch die Luft- und Wasserverschmutzung und sei nachhaltiger als ein energieaufwändiger Recyclingprozess, so Höfken. „Im privaten Haushalt fällt tagtäglich Müll an: Allein 2014 haben öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger 2,1 Millionen Tonnen Abfälle aus privaten Haushalten in Rheinland-Pfalz entsorgt“, sagte Höfken. Statistisch gesehen erzeugt somit jeder Bürger 519 kg Haushaltsabfall pro Jahr. „Hier setzt Upcycling an: Viele Sachen, die wir einfach so wegwerfen, sind zu schade für den Müll“, so die Ministerin.

Es gebe inzwischen Textilfirmen, die aus Plastikabfällen und Altkleidern neue Modeartikel herstellen, erläuterte Höfken. Aus kaputten Jeanshosen oder Kapuzenshirts lasse sich zum Beispiel  eine coole Laptop- Tasche herstellen. Inzwischen gebe es immer mehr Geschäfte und Designer, die solche Unikate anbieten. Gefragt seien ein wenig Kreativität und Geschick. Ideen und Anregungen liefert der aktuelle Umwelttipp „Upcycling – aus alt wird neu“ aus der Reihe „Umweltschutz im Alltag“. Dieser erscheint passend zu der „Internationalen-Repair-Café-Woche“, die vom 17. bis 23. Oktober stattfinden wird. Außerdem können Interessierte auf zahlreichen Webseiten und Blogs im Internet sowie in „Repair Cafés“ Inspirationen und Anleitungen für neue Produkte aus ihren Abfallmaterialien finden. Inzwischen bieten sogar Volkshochschulen entsprechende Upcycling-Kurse an.

September 2016 - Stromsparen

„Stromsparen im Haushalt schont das Klima und die Haushaltskasse“, erklärte Umweltministerin Ulrike Höfken heute zum aktuellen Umwelttipp des Monats. Schon längst sei der Klimawandel mit seinen negativen Folgen bei den Menschen im Land angekommen.

„Viele mussten dies durch die Starkregenereignisse in den letzten Wochen ganz konkret erleben. Jede und jeder kann jedoch dazu beitragen, das Klima zu schonen und Energie einzusparen.“ Das zeigt der neue Umwelttipp „Stromsparen im Haushalt“.
 
Schon mit geringen Veränderungen im Alltag, können Verbraucherinnen und Verbraucher mehrere Hundert Euro pro Jahr sparen. Neben dem Kauf von energieeffizienten Geräten und dem Einsatz von energiesparenden Leuchten, kann auch ein verminderter Standby-Verbrauch Energiekosten verringern. Wer HiFi-Anlagen, Fernseher, aber auch Küchen- und Akkugeräte bei Nichtgebrauch vom Stromnetz trennt, spart ebenfalls Energie und damit Geld. Ein Tipp ist es daher, den Stecker zu ziehen oder eine abschaltbare Steckdosenleiste zu benutzen.

Oftmals verstecken sich im eigenen Hausrat auch Stromfresser, denen man den hohen Energieverbrauch im Leerlauf nicht ansieht: Zum Beispiel Kaffeevollautomaten, die im Standby-Modus rund um die Uhr heißes Wasser vorhalten und dadurch kontinuierlich Strom ziehen. Mit Strommessgeräten, die unter anderem von den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Reinland-Pfalz verliehen werden, sind Verbraucherinnen und Verbraucher den Stromfressern im Haushalt schnell auf der Spur.

Der aktuelle Monatstipp aus der Reihe Umweltschutz im Alltag erscheint passend zur Aktionswoche „Rheinland-Pfalz: Ein Land voller Energie, die jedes Jahr im September von der Landesenergieagentur organisiert wird.

August 2016 - Kosmetika sicher nutzen

Umwelttipp im August: Kosmetika sicher nutzen

Sommerzeit ist für viele Menschen Urlaubszeit. Doch trotz der erholsamen Tage ist Vorsicht bei starker Sonneneinstrahlung geboten. Daher ist der richtige Sonnenschutz wichtig. Gerade empfindliche Kinderhaut muss vor intensiver Sonneneinstrahlung gut geschützt werden – am besten mit Kleidung, Mütze und einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Aber auch für Erwachsene gilt: Jeder Sonnenbrand erhöht das Risiko für Hautkrebs. Der Umwelttipp für die Urlaubszeit August „Kosmetika sicher nutzen“ beantwortet daher Fragen rund um Sonnenschutzmittel. Der Flyer aus der Reihe des Landesprogrammes „Umweltschutz im Alltag“ informiert zu Überwachung, Kennzeichnung und Vorgaben dieser und anderer Kosmetikprodukte. 

Neben dem Schutz durch Kleidung können auch Kosmetika dazu beitragen, vor Umwelteinflüssen wie Sonneneinstrahlung, zu schützen. Kosmetika können jedoch auch Risiken für Mensch und Umwelt bergen. Gegen die UV-Strahlung wirken mineralische und chemische Sonnenschutzfilter. Als mineralische UV-Filter werden oft sehr kleine, sogenannte nanoskalige Teilchen eingesetzt. Wissenschaftliche Bewertungen sehen ein Risiko, wenn diese Nanoteilchen in die Lunge gelangen. Sie dürfen daher nicht in Sonnensprays verwendet werden. Für andere Nanomaterialien sind die Risiken für Mensch und Umwelt noch nicht ausreichend erforscht und abschließend bewertet. Beim Waschen oder Duschen können diese Teilchen zudem direkt in Umwelt und Gewässer gelangen. Verbraucher können auf dem Produkt erkennen, ob Nanoteilchen verwendet wurden. Die Hersteller müssen einem Inhaltsstoff die ergänzende Kennzeichnung (Nano) hinzufügen, wenn dieser aus nanoskaligen Teilchen besteht.

Im Zusammenhang mit den chemischen Filtern werden mögliche hormonähnliche Wirkungen diskutiert. Ein chemischer UV-Filter wurde vor diesem Hintergrund nicht mehr zugelassen. Die Deklaration aller Inhaltsstoffe ist vorgeschrieben. Insbesondere Allergiker sollten sie beachten, um die für sie unverträglichen Inhaltsstoffe zu meiden.

Seit 2013 gilt eine neue europäische Kosmetikverordnung. Für jedes Kosmetikum müssen umfangreiche Bewertungen der Sicherheit  vorgelegt werden. Darüber hinaus  unterliegen sie der amtlichen Kontrolle. In Rheinland-Pfalz untersucht das Landesuntersuchungsamtes (LUA) rund 350 kosmetische Mittel jährlich.