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Pressemitteilungen

Hier finden Sie die letzten Presse-Ankündigungen der Umwelttipps durch das Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten.

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April 2017 - Mehr Tierschutz mit dem Einkaufskorb

Themenwoche: Tierschutz mit dem Einkaufskorb

Höfken: Kennzeichnung von tierischen Lebensmitteln ist große Chance für Tierschutz und artgerechte Tierhaltung

79 Prozent der Bevölkerung in Deutschland wünschen sich ein staatliches Tierwohllabel und 88 Prozent der Befragten würden mehr Geld für Lebensmittel ausgeben, wenn diese aus Haltungen mit höheren Tierwohl-Standards stammen, ergab der Ernährungsreport 2017 des Bundes. „Für viele Verbraucher und Verbraucherinnen spielt der Tierschutz beim Einkauf eine wichtige Rolle. Nur fehlt leider die Transparenz, wie viel Tierschutz überhaupt im eingekauften Lebensmittel steckt“, so Ernährungsministerin Ulrike Höfken und Waltraud Fesser, Lebensmittelexpertin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Startschuss der Themenwoche „Tierschutz mit dem Einkaufskorb“ war ein gemeinsamer Aktionsstand des Ernährungsministeriums und der Verbraucherzentrale beim Mainzer Markt. „Mit einer transparenten und verpflichtenden Tierhaltungskennzeichnung auf Eiprodukten und Fleisch kann eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten entstehen. Für unsere Landwirtschaft ist es eine Frage der Wettbewerbsgerechtigkeit. Für unsere Tiere eine große Chance für mehr Tierschutz. Für Verbraucher ist sie eine wichtige Grundlage, sich beim Einkauf für mehr Tierschutz entscheiden zu können“, so Höfken.

Die verpflichtende Kennzeichnung von Frischeiern (0-3) sei ein Paradebeispiel, wie Informationen über die Tierhaltungsform und Herkunft dafür gesorgt haben, dass Frischeier aus tierquälerischer Käfighaltung aus den Regalen des Lebensmitteleinzelhandels verschwunden sind, so Höfken. „Ich setze mich dafür ein, dass diese Kennzeichnung auch für verarbeitete eihaltige Produkte, wie gekochte Ostereier oder Eiernudeln eingeführt wird. Zudem benötigen wir eine Tierhaltungskennzeichnung für Fleisch und Fleischprodukte nach dem Vorbild der Eierkennzeichnung. Diese sollte für die Tierhalter einfach umzusetzen sein und den Verbrauchern eine klare Orientierung geben. „Ich setze mich für eine vertrauenswürdige, transparente, bundesweit einheitliche und verpflichtende Tierhaltungskennzeichnung ein“, erklärte Höfken.

„Solange es keine gesetzlichen Regelungen gibt, sind die Hersteller gefordert, der Verbrauchererwartung nachzukommen und freiwillig zu kennzeichnen, aus welcher Haltung die verwendeten Eier stammen“, so Waltraud Fesser von der Verbraucherzentrale. „Nur so haben Verbraucherinnen und Verbraucher eine tierschutzgerechte Wahl beim Einkauf.“

Mehrere hundert Interessierte informierten sich am Aktionsstand über die bestehenden Kennzeichnungssysteme von Eiprodukten und Frischfleisch. Ernährungsministerin Höfken und Lebensmittel-Experten diskutierten mit den Passanten. „Auch hier am Mainzer Markt bestätigt es sich: Die Menschen in Rheinland-Pfalz möchten mehr Transparenz beim Einkauf von tierischen Lebensmitteln. Dafür werde ich mich auf Bundesebene einsetzen“, so die Ernährungsministerin.

Mit der Themenwoche „Tierschutz mit dem Einkaufskorb“ weist Ernährungsministerin Ulrike Höfken auf die erforderliche Kennzeichnung bei tierischen Lebensmitteln hin. „In dieser Woche diskutieren wir die Möglichkeiten und die Umsetzung guter Kennzeichnungssysteme für Eiprodukte und Fleisch mit Produzenten, Verarbeitern, Handel und Verbrauchern“, so Höfken. Vom 1. bis 6. April 2017 besucht die Ernährungsministerin verschiedene Betriebe, die bereits Erfahrungen mit Kennzeichnungssystemen haben. Dabei sind jeweils ein Nudelhersteller, Bio-Großhändler, Wildfleisch-Anbieter, Bio-Betrieb, Mastschweinehalter und ein Keks-Produzent.

Der Umwelttipp des Monats April „Umweltschutz im Alltag“ befasst sich ebenfalls mit den Tierschutzkennzeichnungen: www.umweltschutz-im-alltag.rlp.de

Weitere Infos zur Themenwoche „Tierschutz mit dem Einkaufskorb“ finden Sie unter: http://s.rlp.de/Tierschutz

März 2017 - Der vogelfreundliche Garten

Umwelttipp im März – Vogelfreundlicher Garten: Vögeln ganzjährig einen Lebensraum schaffen

118 Brutvögel sind in Deutschland laut der aktuellen Roten Liste gefährdet – 29 Arten davon sogar vom Aussterben bedroht. Somit sind rund 45 Prozent aller heimischen Brutvogelarten betroffen, darunter auch der Kiebitz oder der Wiesenpieper. „Vögel sind ein wesentlicher Teil unserer heimischen Natur und Tierwelt. Doch ihr Lebensraum ist vielerorts gefährdet. Nicht immer finden sie in unserer zerschnittenen und dicht besiedelten Landschaft ausreichend Nahrung oder geeignete Brutplätze. Auch die Intensivierung der Landwirtschaft und der Einsatz von Pestiziden können ein Grund dafür sein“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken anlässlich der Veröffentlichung des Umwelttipps im März „Der vogelfreundliche Garten“.

Bei den heimischen Gärten führt der gegenwärtige Trend zum „Stein-Garten“. Der Nachteil: Dieser bietet Vögeln oftmals zu wenige Nahrungsquellen und geringere Brut- sowie Unterschlupfmöglichkeiten. Um den Vögeln ganzjährig einen Lebensraum zu schaffen, kann der eigene Garten abwechslungsreich gestaltet werden: Heimische Obstbäume, zum Beispiel Hecken aus Brombeere, oder Stauden- und Wildkräuterbeete bieten Vögeln Schutz und eine wichtige Nahrungsgrundlage. Alte Bäume oder Nistkästen können außerdem als Nistmöglichkeiten für Höhlenbrüter dienen. Der Vorteil eines vogelfreundlichen Gartens: Die Pflege muss nicht aufwendiger oder kostspieliger sein als bei herkömmlichen Gärten. Im Gegenteil: Nicht jedes „Unkraut“ und Herbstlaub muss vollständig entfernt werden, sondern kann Vögeln im Laufe des Jahres noch Schutz bieten.

Wie ein Garten mit einfachen Mitteln vogelfreundlich gestaltet werden kann, zeigt der aktuelle Umwelttipp des Monats März aus der Reihe „Umweltschutz im Alltag“. Der Flyer enthält unter anderem Informationen über vogelfreundliche Gartenpflanzen oder Tipps zum richtigen Aufstellen von Nistkästen. Der Flyer ist im Internet abrufbar unter www.umweltschutz-im-alltag.rlp.de.

Februar 2017 - Umweltfreundlich renovieren

Umwelttipp im Februar: Umweltfreundlicher Tapetenwechsel mit schadstoffarmen Farben und Lacken

Die deutschen Haushalte mögen es bunt: „Rund 1,5 Millionen Tonnen Lacke und Farben wurden im letzten Jahr in Deutschland verarbeitet“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken anlässlich der Veröffentlichung des Flyers „Umweltfreundlich renovieren“. Einen großen Anteil der Farben und Lacke haben Heimwerker verstrichen. „Wer anstelle eines Frühjahrsputzes an einen Tapetenwechsel denkt, sollte dabei auch den Umweltschutz und die eigene Gesundheit berücksichtigen“, so Höfken. Denn nicht alles was Räume und Möbel farbenfroh erstrahlen lässt, ist schadstofffrei und umweltfreundlich. Zum Beispiel können Farben und Lacke Lösungsmittel und Weichmacher enthalten und Lasuren mit allergieauslösenden Konservierungsstoffen belastet sein.

Das große Angebot kann die Auswahl geeigneter Produkte erschweren. Licht ins Dunkel bringen unter anderem Kennzeichnungen von emissionsarmen und schadstoffarmen Produkten. Das Label „Der Blaue Engel“ bietet beispielsweise eine gute Orientierung: Dieses zeichnet gesundheits- und umweltschonende Materialien auch im Bereich der Bau- und Renovierungsstoffe aus. Auch das „EU Ecolabel“ bietet Hilfestellung bei der Suche nach schadstoffarmen Produkten. Und wer bereits beim Tapezieren Umwelt und Geldbeutel schonen will, kann auf Raufasertapeten mit einem Recyclinganteil von mindestens 80 Prozent zurückgreifen. „Diese sind aus Altpapier hergestellt und umweltfreundlicher im Hinblick auf den Ressourcen-, Wasser- und Energieverbrauch“, sagte die Umweltministerin.

Aber nicht nur bei der Anwendung, sondern auch bei der Entsorgung sind einige Hinweise zu beachten und gesetzliche Vorgaben einzuhalten. Gerade flüssige Reste von Farben, Lacken oder Verdünnern dürfen nicht einfach im Hausmüll oder über die Kanalisation entsorgt werden. Die darin enthaltenen Chemikalien können Gewässer gefährden oder Abflussrohre verstopfen. Deshalb müssen sie bei den kommunalen Schadstoffsammelstellen abgegeben werden.

Der Umwelttipp des Monats Februar „Umweltfreundlich renovieren“ aus der Reihe „Umweltschutz im Alltag“ gibt diese und weitere einfache Tipps zum Thema. Der Flyer ist im Internet abrufbar unter www.umweltschutz-im-alltag.rlp.de.

Januar 2017 - Richtig heizen und Geld sparen

Umwelttipp im Januar: Richtig heizen und Geld sparen

Winterzeit ist Heizungszeit: Bei nass-kaltem Wetter wird zuhause eine schön warme und behagliche Raumtemperatur bevorzugt. Es wird viel geheizt – in einigen Haushalten durch schlecht eingestellte Heizungssysteme zu viel. „Allein in Rheinland-Pfalz entfallen auf Heizung und Warmwassererzeugung im Gebäudebestand rund 40 Prozent des Energieverbrauchs und ein Drittel der CO2-Emissionen“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken anlässlich der Veröffentlichung des Umwelttipps „Richtig heizen und Geld sparen“. Um die Haushaltskasse zu entlasten, lohnt sich ein Blick auf die Heizungsanlage. Dabei sollte nicht nur der Heizkessel unter die Lupe genommen werden. Vielmehr muss das Gesamtsystem betrachtet werden, wie zum Beispiel die Regelung sowie die Thermostatventile an den Heizkörpern.

In Rheinland-Pfalz bieten die Verbraucherzentrale und die Energieagentur verschiedene Beratungsangebote zum Thema an. Zum Beispiel liefert der kostengünstige Heiz-Check der Verbraucherzentrale eine unabhängige Bewertung der Heizanlage und konkrete Empfehlungen, wie sich das System auch ohne große Investitionen optimieren lässt. Die Energieagentur Rheinland-Pfalz zeichnet mit ihrer Honorierung „H.ausgezeichnet“ energiesparende Häuser im ganzen Land aus.

Oftmals helfen schon kleine Änderungen im Heizverhalten: So sollte zum Aufheizen ein Thermostat nicht auf die höchste Stufe eingestellt werden. Besser: gewünschte Temperatur einstellen, zum Beispiel auf 20 °C oder Stufe 3. Wird die Temperatur in einem Raum von 24 °C auf 20 °C gesenkt, können gut 20 Prozent der Heizkosten eingespart werden.

Diese und weitere einfache Tipps enthält der Umwelttipp des Monats „Richtig heizen und Geld sparen“ aus der Reihe „Umweltschutz im Alltag“. Der Flyer mit weiteren Informationen zum Thema ist online abrufbar unter www.umweltschutz-im-alltag.rlp.de.

Dezember 2016 - Online-Shopping

Umwelttipp im Dezember: Online-Shopping - Was hat das Klima davon?

Online-Shopping bedeutet für viele Menschen ein Komfort- und Zeitgewinn – und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Über 50 Millionen Internet-Nutzer in Deutschland kaufen mittlerweile online ein. Das ist nicht verwunderlich – Online-Shopping funktioniert schnell und einfach: Ein paar Klicks im Internet und schon ist die Ware bestellt. Gerade zur Weihnachtszeit haben Internetbestellungen Hochkonjunktur. Die Kehrseite des Online-Shoppings: „Online-Shopping verursacht auch klimaschädliche Treibhausgase. Denn fast die Hälfte aller Bestellungen wird wieder zurückgeschickt“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken anlässlich der Veröffentlichung des Flyers „Online-Shopping – Was hat das Klima davon?“. Außerdem belaste das Verpackungsmaterial sowohl die Ressourcen als auch die Umwelt.

Das Gute: Schon die Umsetzung von einfachen Tipps zum umweltfreundlichen Online-Shopping kann die Klimabelastung verringern. Schuhe sind zum Beispiel ein klassisches Produkt, das vor dem Kauf gerne anprobiert wird. Hier kann der Gang zum Schuhgeschäft Retouren vermeiden. Ebenso sollten Express-Lieferungen möglichst eine Ausnahme bleiben. Denn bei schnellen Lieferservices sind die Lieferfahrzeuge aufgrund der Zeitknappheit oftmals nicht vollständig ausgelastet.

Gerade bei heimischen Produkten kann es jedoch sinnvoll sein, auf den Online-Kauf zu setzen. Ein im Internet erworbenes Walnussöl aus heimischen Nüssen hat im Vergleich zu einem im Supermarkt angebotenem Nussöl aus Kalifornien insgesamt kürzere Wege zurückgelegt. Auch regionale Dachmarken wie Kräuterwind, SooNahe, Ebbes von Hei! oder EIFEL bieten die Gelegenheit zum Kauf regionaler Produkte.

Ein Tipp zur Weihnachtszeit: Der Waldbesitzerverband Rheinland-Pfalz vergibt das Herkunftszeichen „Weihnachtsbäume aus Rheinland-Pfalz“. Unter dem Label werden ausschließlich rheinland-pfälzische Bäume vermarktet, die somit nur kurze Transportwege hinter sich haben. Seit Dezember können Kundinnen und Kunden bei den Forstämtern Kaiserslautern, Trier und Soonwald die ersten Öko-Weihnachtsbäume – zertifiziert nach FSC® – aus heimischen Wäldern erwerben. „Das FSC®-Siegel bestätigt eine umweltfreundliche, sozialförderliche und ökonomisch tragfähige Bewirtschaftung der Wälder“, so Höfken.

November 2016 - Littering

Umwelttipp im November: Müll in der Landschaft vermeiden

An Straßenrändern, im Wald und im Park: An vielen öffentlichen Orten ist weggeworfener Müll anzutreffen. „In Rheinland-Pfalz ist im Jahr 2014 pro Einwohner allein 1,12 kg unzulässig abgelagerter Abfall eingesammelt worden“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken anlässlich der Veröffentlichung des Umwelttipps des Monats zum Thema „Littering“. Der Begriff „Littering“ steht für das achtlose Wegwerfen oder Liegenlassen von Abfällen im öffentlichen Raum.

Rund 2,6 Millionen Euro kostet die Kommunen das Einsammeln und Entsorgen von achtlos entsorgtem Müll jährlich. „Dabei gibt es bereits viele Maßnahmen, um Müll zu vermeiden und somit Umwelt und Natur zu schützen“, so Höfken. Sei es der Mehrwegbecher anstatt des Einwegbechers beim Kaffee trinken oder die Stofftasche anstelle der Plastiktüte beim Einkaufen. Viele Kommunen organisieren außerdem sogenannte „Dreck-Weg-Tage“, an denen sich Bürgerinnen und Bürger in einer gemeinsamen Aktion an der Beseitigung von Müll in ihrer Gemeinde beteiligen können.

Insbesondere „To-go“-Verpackungsabfälle machen über die Hälfte des unzulässig abgelagerten Mülls in Deutschland aus. Bürgerinnen und Bürger verbrauchen bundesweit im Schnitt stündlich 320.000 Einwegbecher. Inzwischen gibt es Initiativen, die diese Becherflut eindämmen wollen. So bieten einige Cafés bei selbst mitgebrachten Mehrwegbechern Getränke für einen geringeren Verkaufspreis an. Die Verringerung von Plastiktüten oder das Vermeiden von überflüssigen Verpackungen sind weitere beispielhafte Maßnahmen, die Ressourcen schonen und die Umwelt schützen. „Denn gerade Plastik benötigt sehr viel Zeit, bis es sich im Laufe von mehreren Hundert Jahren in kleinere Kunststoffteile zersetzt. So braucht eine Plastikflasche schätzungsweise 450 Jahre bis sie abgebaut ist“, sagte die Umweltministerin.

Passend zum Umwelttipp des Monats findet vom 19. bis 27. November 2016 die Europäische Woche der Abfallvermeidung unter dem Motto „Verpackungsabfälle vermeiden!" statt.

Oktober 2016 - Upcycling

Umwelttipp im Oktober: Upcycling – aus Alt wird Neu 

„Upcycling ist ein Trend und die kreative Aufwertung von Abfall. Aus alter Kleidung, ausgedienten Fahrradschläuchen oder leeren Verpackungen entstehen hochwertigere Produkte wie neue Kleidungsstücke, Möbel, Taschen oder Schmuck“, erklärte Umweltministerin Ulrike Höfken heute zum aktuellen Umwelttipp des Monats.

Upcycling spare nicht nur Ressourcen, sondern verringere auch die Luft- und Wasserverschmutzung und sei nachhaltiger als ein energieaufwändiger Recyclingprozess, so Höfken. „Im privaten Haushalt fällt tagtäglich Müll an: Allein 2014 haben öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger 2,1 Millionen Tonnen Abfälle aus privaten Haushalten in Rheinland-Pfalz entsorgt“, sagte Höfken. Statistisch gesehen erzeugt somit jeder Bürger 519 kg Haushaltsabfall pro Jahr. „Hier setzt Upcycling an: Viele Sachen, die wir einfach so wegwerfen, sind zu schade für den Müll“, so die Ministerin.

Es gebe inzwischen Textilfirmen, die aus Plastikabfällen und Altkleidern neue Modeartikel herstellen, erläuterte Höfken. Aus kaputten Jeanshosen oder Kapuzenshirts lasse sich zum Beispiel  eine coole Laptop- Tasche herstellen. Inzwischen gebe es immer mehr Geschäfte und Designer, die solche Unikate anbieten. Gefragt seien ein wenig Kreativität und Geschick. Ideen und Anregungen liefert der aktuelle Umwelttipp „Upcycling – aus alt wird neu“ aus der Reihe „Umweltschutz im Alltag“. Dieser erscheint passend zu der „Internationalen-Repair-Café-Woche“, die vom 17. bis 23. Oktober stattfinden wird. Außerdem können Interessierte auf zahlreichen Webseiten und Blogs im Internet sowie in „Repair Cafés“ Inspirationen und Anleitungen für neue Produkte aus ihren Abfallmaterialien finden. Inzwischen bieten sogar Volkshochschulen entsprechende Upcycling-Kurse an.

September 2016 - Stromsparen

„Stromsparen im Haushalt schont das Klima und die Haushaltskasse“, erklärte Umweltministerin Ulrike Höfken heute zum aktuellen Umwelttipp des Monats. Schon längst sei der Klimawandel mit seinen negativen Folgen bei den Menschen im Land angekommen.

„Viele mussten dies durch die Starkregenereignisse in den letzten Wochen ganz konkret erleben. Jede und jeder kann jedoch dazu beitragen, das Klima zu schonen und Energie einzusparen.“ Das zeigt der neue Umwelttipp „Stromsparen im Haushalt“.
 
Schon mit geringen Veränderungen im Alltag, können Verbraucherinnen und Verbraucher mehrere Hundert Euro pro Jahr sparen. Neben dem Kauf von energieeffizienten Geräten und dem Einsatz von energiesparenden Leuchten, kann auch ein verminderter Standby-Verbrauch Energiekosten verringern. Wer HiFi-Anlagen, Fernseher, aber auch Küchen- und Akkugeräte bei Nichtgebrauch vom Stromnetz trennt, spart ebenfalls Energie und damit Geld. Ein Tipp ist es daher, den Stecker zu ziehen oder eine abschaltbare Steckdosenleiste zu benutzen.

Oftmals verstecken sich im eigenen Hausrat auch Stromfresser, denen man den hohen Energieverbrauch im Leerlauf nicht ansieht: Zum Beispiel Kaffeevollautomaten, die im Standby-Modus rund um die Uhr heißes Wasser vorhalten und dadurch kontinuierlich Strom ziehen. Mit Strommessgeräten, die unter anderem von den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Reinland-Pfalz verliehen werden, sind Verbraucherinnen und Verbraucher den Stromfressern im Haushalt schnell auf der Spur.

Der aktuelle Monatstipp aus der Reihe Umweltschutz im Alltag erscheint passend zur Aktionswoche „Rheinland-Pfalz: Ein Land voller Energie, die jedes Jahr im September von der Landesenergieagentur organisiert wird.

August 2016 - Kosmetika sicher nutzen

Umwelttipp im August: Kosmetika sicher nutzen

Sommerzeit ist für viele Menschen Urlaubszeit. Doch trotz der erholsamen Tage ist Vorsicht bei starker Sonneneinstrahlung geboten. Daher ist der richtige Sonnenschutz wichtig. Gerade empfindliche Kinderhaut muss vor intensiver Sonneneinstrahlung gut geschützt werden – am besten mit Kleidung, Mütze und einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Aber auch für Erwachsene gilt: Jeder Sonnenbrand erhöht das Risiko für Hautkrebs. Der Umwelttipp für die Urlaubszeit August „Kosmetika sicher nutzen“ beantwortet daher Fragen rund um Sonnenschutzmittel. Der Flyer aus der Reihe des Landesprogrammes „Umweltschutz im Alltag“ informiert zu Überwachung, Kennzeichnung und Vorgaben dieser und anderer Kosmetikprodukte. 

Neben dem Schutz durch Kleidung können auch Kosmetika dazu beitragen, vor Umwelteinflüssen wie Sonneneinstrahlung, zu schützen. Kosmetika können jedoch auch Risiken für Mensch und Umwelt bergen. Gegen die UV-Strahlung wirken mineralische und chemische Sonnenschutzfilter. Als mineralische UV-Filter werden oft sehr kleine, sogenannte nanoskalige Teilchen eingesetzt. Wissenschaftliche Bewertungen sehen ein Risiko, wenn diese Nanoteilchen in die Lunge gelangen. Sie dürfen daher nicht in Sonnensprays verwendet werden. Für andere Nanomaterialien sind die Risiken für Mensch und Umwelt noch nicht ausreichend erforscht und abschließend bewertet. Beim Waschen oder Duschen können diese Teilchen zudem direkt in Umwelt und Gewässer gelangen. Verbraucher können auf dem Produkt erkennen, ob Nanoteilchen verwendet wurden. Die Hersteller müssen einem Inhaltsstoff die ergänzende Kennzeichnung (Nano) hinzufügen, wenn dieser aus nanoskaligen Teilchen besteht.

Im Zusammenhang mit den chemischen Filtern werden mögliche hormonähnliche Wirkungen diskutiert. Ein chemischer UV-Filter wurde vor diesem Hintergrund nicht mehr zugelassen. Die Deklaration aller Inhaltsstoffe ist vorgeschrieben. Insbesondere Allergiker sollten sie beachten, um die für sie unverträglichen Inhaltsstoffe zu meiden.

Seit 2013 gilt eine neue europäische Kosmetikverordnung. Für jedes Kosmetikum müssen umfangreiche Bewertungen der Sicherheit  vorgelegt werden. Darüber hinaus  unterliegen sie der amtlichen Kontrolle. In Rheinland-Pfalz untersucht das Landesuntersuchungsamtes (LUA) rund 350 kosmetische Mittel jährlich.